Glossar
Ein kurzes Glossar der Wörter, die in Beschreibungen von Sammlerbären auftauchen und ohne Erklärung wenig sagen.
Allgemeine Begriffe
OOAK — one of a kind, Unikat. Das Stück existiert einmal, ohne Auflage und ohne Nummer.
Bärenkünstlerin / Bärenkünstler — fertigt Künstlerbären vom eigenen Schnitt bis zur fertigen Arbeit mit Garderobe.
Künstlerbär — von einer namentlich bekannten Person nach eigenem Schnitt gefertigt, im Gegensatz zur Fabrikware.
Limitierte Auflage — nummerierte Serie (etwa 300 Stück). Nicht dasselbe wie OOAK: Stücke innerhalb einer Auflage sind identisch.
Begleitfigur — kleine Figur, die zum Bären gehört und aus einer Figur eine Szene macht.
Materialien
Mohair — Florgewebe aus Angoraziegenwolle auf gewebtem Grund. Der Klassiker: lässt sich scheren, tönen und hält die Form.
Viskose — Flor aus Zellulosefaser, weicher und mit charakteristischem Glanz. Oft für den Vintage-Look.
Alpaka — Flor aus Alpakawolle, weich und matt.
Vintage-Plüsch — alter Stoff, oft mit vorhandener Patina. Geschätzt, weil neu nicht nachkaufbar.
Konstruktion
Scheibengelenk — Arme, Beine und Kopf sitzen auf Splinten mit Scheiben und lassen sich drehen und fixieren.
Fünffach gegliedert (5-way jointed) — Kopf und alle vier Gliedmaßen beweglich.
Holzwolle — traditionelle Füllung, gibt Gewicht und Dichte.
Granulat — Glas- oder Stahlkügelchen zur Beschwerung, meist unten im Körper, damit der Bär stabil sitzt.
Tönung — Einfärben des Flors für Tiefe und den Eindruck von Alter.
Brummer, Quietscher — ein Mechanismus im Körper, der beim Kippen oder Drücken einen Laut erzeugt. Längst nicht jeder Bär hat einen, und sein Fehlen sagt nichts über die Qualität.
Nadelmodellierung — das Formen der Schnauze durch Stiche, die durch den Kopf gezogen werden, statt durch Scheren. Sie gibt dem Gesicht den Ausdruck.
Trägergewebe — das gewebte Grundmaterial, auf dem der Flor sitzt. Ein dichtes Trägergewebe erlaubt kurzes Scheren, ohne dass Haare ausfallen.
Kleidung und Verzierung
Handstickerei — mit der Nadel gearbeitet, Element für Element, direkt auf dem Kleidungsstück. Erkennbar an der Rückseite: unregelmäßig, mit sichtbaren Fadenenden.
Wendbar — ein Kleidungsstück, das auf beiden Seiten getragen werden kann. Eine Garderobe ergibt zwei Erscheinungsbilder, die Nähte liegen innen.
Applikation — ein Stoffstück, das auf dem Kleidungsstück befestigt wird, oft als Grundlage für darüberliegende Stickerei.
Abnehmbare Garderobe — Kleidung, die sich vollständig ausziehen lässt. Wichtig zum Reinigen und zum Wechseln des Erscheinungsbilds.
Kauf und Sammeln
Adoption — das Wort, das Sammelnde statt „Kauf“ verwenden. Keine Sentimentalität: Es hält fest, dass das Stück nur einmal existiert und zu einer einzigen Person geht.
Reserviert — der Bär ist für eine bestimmte Person zurückgelegt und nicht mehr im Verkauf, auch wenn die Seite noch online steht.
Hat ein Zuhause gefunden — verkauft. Verkaufte Arbeiten bleiben meist als Archiv veröffentlicht: An ihnen sieht man, was die Künstlerin macht und wie sich ihre Handschrift verändert hat.
Zertifikat — eine Karte mit Name, Größe, Material und Datum. Für Künstlerbären gibt es keinen einheitlichen Standard, jede Künstlerin gestaltet ihres selbst.
Provenienz — die Besitzgeschichte eines Stücks. Bei zeitgenössischen Künstlerbären spielt sie noch kaum eine Rolle, bei älteren Arbeiten schon.
Wie das in der Arbeit aussieht
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