Über die Künstlerin

Antonina Vakhrushina ist Künstlerin und Bärenmacherin. Sie arbeitet in Samara, Russland; ihre Bären reisen zu Sammlern in viele Länder.

Wie es begann

Vor den Bären war Antonina Juristin. 2012 änderte sich das: Ihre Tochter kam zur Welt, und mit ihr der Wunsch, etwas zu machen, das eine Mode überdauert und in einer Familie bleibt. Ein Regelwerk wurde gegen ein anderes getauscht — gegen jenes, nach dem die Hände arbeiten.

Zwei Stränge einer Arbeit

Antonina arbeitet in zwei verbundenen Linien: textile Sammlerbären und Aquarell-Illustration. Beide nähren einander — auf Papier erfundene Figuren wandern in den Stoff, und die fertigen Bären werden zu Helden von Aquarellszenen, die später auf Merch erscheinen: Hoodies, Sweatshirts, Postkarten, Sticker.

Darum erkennt man die Arbeiten sofort: eine Welt, eine Palette, ein Ton — etwas naiv, etwas theatralisch, immer warm.

Wie gearbeitet wird

Alle Schritte führt eine Person: Schnitt, Zuschnitt, Montage, Gesicht, Garderobe und Stickerei. Der Bär ist fest und solide genäht — er übersteht Umarmungen, Reisen und Umzüge mühelos. Das Gesicht und die gesamte Stickerei auf der Kleidung entstehen mit der Nadel, Stich für Stich, ausnahmslos.

Keine Produktion, keine Auflagen, keine Assistenz. Deshalb entstehen pro Jahr nur wenige Bären, und die meisten finden ihren Menschen kurz nachdem sie in die Kollektion kommen.

Workshops

Ein eigener Strang ist das Unterrichten. Antonina gibt Videokurse, die den gesamten Prozess Schritt für Schritt zeigen — vom Schnittmuster bis zum letzten Stich, für alle, die lieber selbst einen Bären machen möchten.

Woher die Motive kommen

Die Figuren stammen aus Kinderbüchern, alten Postkarten, dem Theater und ganz alltäglichen Szenen. Daher der unverwechselbare Ton: Der Bär posiert nicht, er ist beschäftigt — hält ein Spielzeug, ist zur Reise bereit, versteckt etwas hinter dem Rücken. Deshalb hält die Arbeit die Aufmerksamkeit länger als ein bloßes Dekorationsstück.

Dasselbe Prinzip trägt die Aquarelle: keine Porträts von Bären, sondern kleine Geschichten, in denen jede Figur eine Rolle hat. Manche dieser Szenen wandern später auf Kleidung und Postkarten — dieselben Figuren leben im Stoff, auf Papier und auf einem Hoodie.

Wohin die Bären gehen

Die Bären gehen an erwachsene Sammlerinnen und Sammler — ins Regal, in die Vitrine, ins Kinderzimmer als Dekoration, nicht als Spielzeug. Manche werden verschenkt, manche für die eigene Sammlung gekauft, und oft kommt jemand für einen zweiten Bären zurück: eine Sammlung beginnt meist, ohne dass man es beschlossen hätte.

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